Kinder mit ASS im Wasser – warum jedes Verhalten eine Bedeutung hat
- inkadiet
- vor 2 Tagen
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Im letzten Beitrag ging es um das Ankommen im Wasser.
Heute geht es um das, was danach passiert.
Ein Kind springt immer wieder ins Wasser.Ein anderes bleibt am Beckenrand.
Zwei Kinder.Zwei völlig unterschiedliche Reaktionen.
Und beide sind richtig.
In meiner Arbeit als Physiotherapeutin und Aquatherapeutin gibt es keinen „typischen Verlauf“.
Was es aber gibt, sind Muster.
Kinder, die viel Bewegung suchen, tauchen, springen oder erzeugen starke Reize.Für sie ist das Wasser oft eine Möglichkeit, sich selbst besser zu spüren.
Andere Kinder reagieren sensibler.Für sie kann das Wasser zunächst zu intensiv sein.Zu nah. Zu viel.
Sie brauchen Abstand.Zeit.Und vor allem: Kontrolle.
Im Wasser wird besonders deutlich,wie unterschiedlich Kinder Reize verarbeiten.
Und genau das zeigt mir, was sie brauchen.
Mehr Reiz – oder weniger.Mehr Struktur – oder mehr Raum.
Meine Aufgabe ist es nicht, Verhalten sofort zu verändern.
Sondern es zu verstehen.
Denn Verhalten ist keine Störung.Es ist Information.
Und im Wasser wird diese Information oft sehr klar sichtbar.
Dort setze ich an.
Nicht mit einem festen Plan,sondern mit einem offenen Blick.
Denn jedes Kind bringt sein eigenes Tempo mit.
Und genau das darf es auch behalten.




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