Vertrauen im Wasser – warum Beziehung der Schlüssel zur Therapie ist
- inkadiet
- vor 2 Tagen
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Im ersten Beitrag ging es um das Ankommen. Im zweiten um das Beobachten.
Und dann kommt etwas, das oft unterschätzt wird:
Beziehung.
Ein Kind steht im Wasser .Beobachtet. Bleibt auf Abstand.
Viele würden jetzt beginnen, anzuleiten .Zu motivieren. Zu „fördern“.
Ich tue es nicht.
Denn ohne Vertrauen passiert nichts.
Gerade bei Kindern im Autismus-Spektrum ist Beziehung keine Nebensache. Sie ist die Grundlage.
Bevor ein Kind sich auf Bewegung einlässt ,muss es sich sicher fühlen.
Im Raum. Im Wasser. Und mit mir.
Das bedeutet für meine Arbeit:
Ich gehe nicht sofort näher. Ich gebe Zeit. Ich halte Abstand, wenn er gebraucht wird.
Ich beobachte, wie viel Kontakt möglich ist. Und wie viel noch nicht.
Manchmal entsteht Beziehung ganz leise:
Ein kurzer Blick. Ein Moment, in dem das Kind stehen bleibt. Ein erstes Mitgehen in der Bewegung.
Das sind keine „kleinen Dinge“.Das ist der Anfang von Therapie.
Denn erst, wenn Vertrauen entsteht, beginnt das Kind, sich einzulassen.
Auf das Wasser. Auf die Situation. Und irgendwann auch auf mich.
Meine Aufgabe ist es nicht, schneller zu sein als das Kind.
Sondern bei ihm zu bleiben.
In seinem Tempo.
Denn Beziehung lässt sich nicht aufbauen, wenn sie unter Druck entsteht.
Und genau deshalb beginnt Therapie nicht mit Technik.
Sondern mit Verbindung.




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